Monatsarchiv für Oktober 2008

 
 

Der Meermacher

„Ein Aquarium und die Sehnsucht nach Meer, zwei Freunde aus der Studentenzeit und ihre wahnwitzigen Pläne, drei Rosenstöcke und eine Ehekrise, vier jugendliche Straftäter und ihre Bibellektüre: so potenziert sich die anfängliche regennasse Heimatidylle zu einer skurrilen, aber umso realistischeren Neuinterpretation der Sintflutlegende, die an die Konsequenzen unseres Tuns gemahnt… Weil das nicht gut geht, wenn man nie ein Widerwort hört. Das verdirbt den Charakter.”

 

Verlag Bibliothek der Provinz
21 x 15 cm, 232 Seiten,
ISBN 978-3-85252-946-2

 

Der Meermacher, ein apokalyptischer Science-Fiction-Roman, endet mit der ultimativen Klimakatastrophe, einer Wiederholung der biblischen Sintflut. Die Menschheit ertrinkt. Aber in der Entwicklung dahin entfaltet der Autor das ganze Leichtfertigkeitspanorama unserer Wirtschaftsweise. Es treten die gut bekannten Projektemacher auf, die Finanzjongleure, die Marketingpropheten, die Banken und die anhängigen Betrüger. Der Weg in den Weltuntergang ist mit haltlosen Renditefantasien gepflastert.
Die Sintflut, das ist Braendles abgründige Pointe, ist eine Geschäftsidee. Und die geht so: Warum, so fragen sich die bizarr cleveren Geschäftsleute seines Romans, sollen eigentlich die Touristen zur Sommerfrische ans Meer reisen? Ware es nicht viel besser, das Meer umgekehrt zum Kunden zu bringen? Die Geschäftsleute wollen deshalb ein gewaltiges künstliches Meer mitten in der Schweiz anlegen. Und was tut Gott? Das Meer kommt tatsächlich, aber es ist nicht das geplante, es ist ein alles übersteigendes, die Schweiz und schließlich die Welt vernichtendes.

Jens Jessen / DIE ZEIT

 

Christoph Braendle präsentiert seinen neuen Roman “Der Meermacher”

Mittwoch, 29. Oktober 2008, 19 Uhr 30, Tiempo nuevo.
     
„Ein Aquarium und die Sehnsucht nach Meer, zwei Freunde aus der Studentenzeit und ihre wahnwitzigen Pläne, drei Rosenstöcke und eine Ehekrise, vier jugendliche Straftäter und ihre Bibellektüre: so potenziert sich die anfängliche regennasse Heimatidylle zu einer skurrilen, aber umso realistischeren Neuinterpretation der Sintflutlegende, die an die Konsequenzen unseres Tuns gemahnt… Weil das nicht gut geht, wenn man nie ein Widerwort hört. Das verdirbt den Charakter.”

Eintritt frei, Anmeldung zur Buchpräsentation und Lesung unter nuevo@tiempo.at

genussbuchhandlung tiempo nuevo, taborstraße 17a, 1020 wien, tel.   01 9081326  , www.tiempo.at

Die Wiener

Buch der Woche!
Kurt Kahl, Kurier

Die Wiener: Er hat sie gut getroffen, dieser Schweizer in Wien
Kronen Zeitung
 
Das Bild mag retouchiert sein, eine Karikatur ist es nicht; daher kann man mit der literarischen Zeichnung durchaus einverstanden sein.
Die Furche
 
Der besondere Reiz von Braendles Reportagen liegt in der Verbindung von genau beobachteter Anschaulichkeit und der Ausbreitung dokumentarischer Fakten und Zahlen… Hier verbindet sich Braendles gestaltende Phantasie und Kunst der Menschenschilderung mit der Tradition des Wiener Feuilletons.
Der kleine Bund
 
Gattungsmässig sind die Prosastücke gar nicht so leicht einzuordnen. Sie bilden, in einem Buch versammelt, einen originellen Bilderbogen einer Stadt, die noch immer von Klischees handelt.
Sylvia Patsch, ORF
 
Die Fakten werden ihres Dokumentations- und Tatsachenwerts beraubt, in prächtige Prosa gekleidet und zu schnoddriger Reportage, kritischem Feuilleton und witziger Erzählung umgearbeitet. Ein verdienter Sieg der Fiktion über die Fakten… Braendle nennt erbarmunglos beim Wort, was wir glauben über die Wiener zu wissen, aber niemals wagen zu sagen.
Stadtblatt