Archiv der Kategorie ‘Bücher‘

 
 

Das neue Buch: “Reportagen aus der Mitte der Welt”

“Ich habe”, begann ich, “die Mitte gefunden. Sie befindet sich auf einem Hügel und ist ein Punkt oder, um es genauer zu sagen, die Schnittstelle zweier Geraden, von der aus man ein ganzes Land vermass, und nicht nur ein Land, sondern ein Reich, ein Weltreich sogar, welches einer Familie Habsburg gehörte, die man noch heute kennt. Bei dieser Mitte handelt es sich ohne Zweifel um eine bedeutsame Mitte, deren Entdeckung mir gewiss nicht nur der Zufall zuwarf, jedenfalls vernehme ich in diesem Vorsommer schon deutlich einen kräftigen Wind, der sich in mir erhebt.”

Reportagen aus der Mitte der Welt im Verlag Bibliothek der Provinz. 295 Seiten. 24.-€.

Zu bestellen direkt beim Verlag: verlag@bibliothekderprovinz.at

Der Meermacher

„Ein Aquarium und die Sehnsucht nach Meer, zwei Freunde aus der Studentenzeit und ihre wahnwitzigen Pläne, drei Rosenstöcke und eine Ehekrise, vier jugendliche Straftäter und ihre Bibellektüre: so potenziert sich die anfängliche regennasse Heimatidylle zu einer skurrilen, aber umso realistischeren Neuinterpretation der Sintflutlegende, die an die Konsequenzen unseres Tuns gemahnt… Weil das nicht gut geht, wenn man nie ein Widerwort hört. Das verdirbt den Charakter.”

 

Verlag Bibliothek der Provinz
21 x 15 cm, 232 Seiten,
ISBN 978-3-85252-946-2

 

Der Meermacher, ein apokalyptischer Science-Fiction-Roman, endet mit der ultimativen Klimakatastrophe, einer Wiederholung der biblischen Sintflut. Die Menschheit ertrinkt. Aber in der Entwicklung dahin entfaltet der Autor das ganze Leichtfertigkeitspanorama unserer Wirtschaftsweise. Es treten die gut bekannten Projektemacher auf, die Finanzjongleure, die Marketingpropheten, die Banken und die anhängigen Betrüger. Der Weg in den Weltuntergang ist mit haltlosen Renditefantasien gepflastert.
Die Sintflut, das ist Braendles abgründige Pointe, ist eine Geschäftsidee. Und die geht so: Warum, so fragen sich die bizarr cleveren Geschäftsleute seines Romans, sollen eigentlich die Touristen zur Sommerfrische ans Meer reisen? Ware es nicht viel besser, das Meer umgekehrt zum Kunden zu bringen? Die Geschäftsleute wollen deshalb ein gewaltiges künstliches Meer mitten in der Schweiz anlegen. Und was tut Gott? Das Meer kommt tatsächlich, aber es ist nicht das geplante, es ist ein alles übersteigendes, die Schweiz und schließlich die Welt vernichtendes.

Jens Jessen / DIE ZEIT

 

Die Wiener

Buch der Woche!
Kurt Kahl, Kurier

Die Wiener: Er hat sie gut getroffen, dieser Schweizer in Wien
Kronen Zeitung
 
Das Bild mag retouchiert sein, eine Karikatur ist es nicht; daher kann man mit der literarischen Zeichnung durchaus einverstanden sein.
Die Furche
 
Der besondere Reiz von Braendles Reportagen liegt in der Verbindung von genau beobachteter Anschaulichkeit und der Ausbreitung dokumentarischer Fakten und Zahlen… Hier verbindet sich Braendles gestaltende Phantasie und Kunst der Menschenschilderung mit der Tradition des Wiener Feuilletons.
Der kleine Bund
 
Gattungsmässig sind die Prosastücke gar nicht so leicht einzuordnen. Sie bilden, in einem Buch versammelt, einen originellen Bilderbogen einer Stadt, die noch immer von Klischees handelt.
Sylvia Patsch, ORF
 
Die Fakten werden ihres Dokumentations- und Tatsachenwerts beraubt, in prächtige Prosa gekleidet und zu schnoddriger Reportage, kritischem Feuilleton und witziger Erzählung umgearbeitet. Ein verdienter Sieg der Fiktion über die Fakten… Braendle nennt erbarmunglos beim Wort, was wir glauben über die Wiener zu wissen, aber niemals wagen zu sagen.
Stadtblatt

Der Unterschied zwischen einem Engel

Christoph Braendles phasenweise sogar durchaus komische Novelle ‚Der Unterschied zwischen einem Engel’ ist ein sprachlich geschliffenes, vor (Selbst-)Ironie berstendes, mit Zitaten und literarischen Anspielungen gespicktes Meisterstück aus der Werkstatt eines der Welt mit Liebe zugewandten Literaten der stilistischen Extraklasse.
Klaus Hübner, Schweizer Monatshefte

Bemerkenswert ist die Fabulierkunst, mit der der in Wien lebende Schweizer Autor die Eselssuche seines Protagonisten beschreibt. Seine phantasievolle Prosa verführt unweigerlich zum Schmunzeln und bietet genau das, was diese Buchreihe des Wiener Verlages bieten will: eine vergnügliche Lesereise
Südwind

Eine kurzweilige, manchmal skurrile und wunderbar gefühlsintensive Handlung verbindet die verschiedenen Stationen der Reise. Erlebnisse, Gedanken, Gespräche, wahre und mit viel Einfühlungsvermögen und einer beträchtlichen Portion Witz erdachte Geschichten werden zu einem bunten Stück Prosa verwoben, das zwar einen herkömmlichen Reiseführer niemals ersetzen, aber auf zauberhafte Weise ergänzen kann. Sehr empfehlenswert!
Isabella Müller, Österreichisches Bibliothekswerk

…ein höchst unkonventioneller und gleichermassen vergnüglicher Beitrag zur Ägyptologie.
Ulrich Klenner, B5aktuell

Jede Menge Kafka

‚Jede Menge Kafka’ ist eine schwungvolle, amüsante und listige Parodie; und einiges mehr.
Appenzeller Zeitung 

…besteht aus drei nicht zusammenhängenden Teilen. Braendle wählt eine Methode, die er von Kafka kennt, und verwendet viele Zitate, die er ebenfalls von Kafka kennt. Und er nimmt eine Stadt, wie zum Beispiel das Prag des Jahres 1993, in der es nur so strotzt von frühkapitalistischen Profiteuren und hinterhältigen Korruptionisten. Braendle verbindet das eine und das andere. Und siehe da, die Mischung glückt.
Beppo Beyerl, Wiener Zeitung

Eine eigentümliche Mischung aus Fiktion und Sachbuch… anregend und amüsant und unmittelbar in die gegenwärtige Problematik der tschechischen Hauptstadt einführend.
Badisches Tagblatt

Nachdenklichmachend und berührend sind die Menschenbilder, die sich aus den herbeigeführten Begegnungen ergeben. Passt gut zu allem Kafka. Jetzt und später.
Oberösterreichische Nachrichten

Eine Mischung aus Sachbuch und Krimi.
Darmstädter Nachrichten

Braendle und seine Fotografin Iren Stehli zeigen ein Prag jenseits aller romantischen Klischeevorstellungen. Es sind die Momentaufnahmen einer Stadt, die die Lektüre von Braendles Buch empfehlenswert machen – so erschreckend und trostlos sie auch sein mögen.
Wolfgang Seibel, ORF

Satirisch, phantastisch und skurril.
Salzburger Woche

Eine Art hoffmannesk-kafkaeskes Nachtstück. Eine wunderwitzige Geschichte.
Eva Schobel, profil

Statt den Namen Franz Kafka selbstgefällig zu missbrauchen, ironisiert Braendle den Mythos: und macht ihn sich so zu eigen.
Du 

Braendles Roman ist ein tragikomisches Gespinst aus Phantasie und Wahrheit, das über die erzählte Geschichte hinaus zahlreiche reale Facetten der gesellschaftlichen und psychologischen Veränderungen in Prag beleuchtet.
Bruno Lässer, Voralberger Nachrichten

Ein spannendes Unterfangen, das Reich der Fantasie zu feiern, ohne den Boden der Realität zu vergessen.
Andreas Ritter, Allgemeiner Anzeiger

Alptraumhafte Hatz mit schwarzem Humor durch Prag
Christa Fenzl, Main-Echo

Ein gelungener Roman des Absurden. Braendle ist nicht nur ein Erzähler mit Flair für das Groteske. Er verfügt auch über die Fähigkeit eindringlichen Beschreibens.
Ronald Schenkel, Luzerner Zeitung

Eine schwungvolle, amüsante und listige Parodie und eine Hommage an die wohl schönste Stadt Europas.
Literaturhaus Hamburg

Mehr als eine launige, abgründige ‚Kafka-Geschichte’.
Basler Zeitung

So etwas wie der Prototyp eines ‚anderen’ Reisebuches.
Süddeutsche Zeitung